Freie Radikale / Oxidativer Stress

VORSORGE SCHÜTZT!

Was sind freie Radikale?
Freie Radikale entstehen im menschlichen Körper durch fast alle Stoffwechselvorgänge, die mit Sauerstoff zu tun haben und stellen die Hauptursache für die Alterungsprozesse im menschlichen Körper dar. Diese aggressiven Stoffwechselschädlinge greifen in unseren Zellstoffwechsel ein, deren Folge die Schädigung unserer Gewebe und Organe ist.

Freie Radikale
sind sauerstoffhaltige Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Also suchen sie in den Körperzellen dieses passende Elektron und rauben es. Dieser Prozess wird als Oxidation bezeichnet und stellt für die Zelle enormen Stress dar. Daher sprechen wir auch von oxidativem Stress. Aber nun möchte die bestohlene Zelle sich ebenfalls ein neues Elektron rauben. Eine Kettenreaktion wird in Gang gesetzt. Desto mehr freie Radikale also vorhanden sind, desto mehr Kettenreaktionen werden in den Zellen ausgelöst.

Die freien Radikale erfüllen aber auch lebenswichtige Aufgaben als chemische Waffe des Immunsystems. Sie bilden die Abwehrzellen bei Entzündungen mit denen sie die Erreger zerstören können und bauen Fremdsubstanzen ab. Normalerweise verfügt der Körper über genügend Abwehrmechanismen um einem Überschuss an freien Radikalen entgegenzuwirken.

Freie Radikale und Krankheiten

Freie Radikale gelangen durch physische und chemische Prozesse (z. B. Pflanzenschutzmittel, UV-Strahlung, elektromagnetische Strahlung), durch die Nahrungsaufnahme (Fette, Konservierungsmittel, Aromen, Farbstoffe), Umweltgifte (Blei, Cadmium, Quecksilber, Smog) oder auch durch das Einatmen (z. B. Zigaretten), Alkohol, Medikamente und Drogen in unseren Körper. Auch Hochleistungssportler haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Da beim Sport mehr Sauerstoff umgesetzt wird entstehen mehr Sauerstoffradikale.
Man schätzt, dass pro Tag jede der etwa 70 Billionen Körperzellen 10.000mal von freien Radikalen angegriffen wird. Halten sich die Mechanismen die Waage, passiert nichts. Bei erhöhter Belastung durch regelmäßigen Alkoholkonsum, Rauchen, UV-Strahlung, Ozon, Staub, Stress usw. vervielfacht sich die Zahl der Angriffe. Dann beginnen die überschüssigen freien Radikale die Körperzellen zu schädigen oder können die Zellen auch ganz zerstören. Folgend kann es zur Alterung der Zellen führen, zu Symptomen wie Faltenbildung der Haut und Entstehung von Krampfadern kommen, zu Herz-Kreislaufproblemen, Demenz, Verminderung der Sehkraft und Gelenkbeschwerden führen und mitbeteiligt sein an der Entstehung verschiedener Erkrankungen, wie z. B.: Arteriosklerose, Alzheimer, Rheuma oder Krebs, Diabetes mellitus, Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen und Depressionen.

Antioxidantien

Schutzsysteme, die sogenannten Antioxidantien, machen diese freien Radikale unschädlich. Sie geben freiwillig ein Elektron ab und wandeln sich dann in eine antioxidative Form um, so dass die Körperzellen geschützt werden.
Unser Körper bildet Enzyme, die antioxidativ wirken. Regelmäßige Bewegung, nicht rauchen, wenig Alkohol, Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung und eine ausgewogene Ernährung (Gemüse und Salate, Obst, naturbelassene Fette) können einem Übermaß an freien Radikalen entgegenwirken.

Antioxidantien sind u. a.: Vitamin C und Vitamin E, Spurenelemente wie Eisen, Zink, Selen und Kupfer, Betakarotin, Mineralien und Pflanzenstoffe wie Flavonoide.

Radikalmesswerte

Die Bestimmung von Radikalfängern und freien Radikalen gibt darüber Aufschluss, wie ausgewogen der menschliche Körper den schädlichen Einflüssen gegenüber steht.
Die Bestimmung der Vitamine zeigt zudem an, ob genügend Abwehrstoffe gegenüber Bakterien und Viren vorhanden sind.

Diese Laboruntersuchungen helfen dabei, ein erhöhtes Krankheitsrisiko rechtzeitig zu erkennen.

Haben Sie „oxidativen Stress”?

Belastung durch freie Radikale

BeurteilungMesseinheit
Gut 200 bis 230
Normale Werte 231 bis 310
Geringe Belastung 311 bis 340
Oxidativer Stress 341 bis 400
Starker oxidativer Stressüber 400

EMPFOHLENE LABORUNTERSUCHUNGEN

Oxidativer Stress

  • Freie Radikale

Oxidativer Schutz

  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Selen
  • Zink

Coenzym Q10

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich hinsichtlich der Diagnostik und der sich gegebenenfalls daraus resultierenden Therapie beraten.

Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gern.

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