Die Vorsteherdrüse (Prostata)

VORSORGE SCHÜTZT!

Die Prostata (Vorsteherdrüse) gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen. Ihr Name leitet sich aus dem Lateinischen „pro-stare” ab, was „vorstehen” heißt.

Die kleine kastanienförmige Drüse wiegt 20 bis 25 Gramm und besteht aus zirka 30 bis 50 Einzeldrüsen. Damit der männliche Samen, der in den Hoden produziert wird, sich bewegen kann, bildet diese Drüse das dafür notwendige Sekret. In der Prostata laufen die Samenleiter und die Harnröhre zusammen.

Mit zunehmendem Alter wächst bei vielen Männern die Prostata. Da sie die Harnröhre umschließt kann es zu Beschwerden beim Wasserlassen kommen, je nach dem, in welche Richtung die Vorsteherdrüse sich ausbreitet. Jeder zweite Mann über 50 hat Probleme beim Wasserlassen.

Die meisten Vergrößerungen sind zwar gutartig, dennoch ist der Prostatakrebs die dritthäufigste Todesursache bei Männern in Deutschland. Jedes Jahr erkranken etwa 65.000 Männer an Prostatakrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu erkranken. Übergewicht und Rauchen begünstigen ebenfalls die Entstehung von Prostatakrebs.

Symptome wie zunehmender Harndrang, nächtliches Wasserlassen, unfreiwilliger Abgang von Urin, Nachträufeln, Schmerzen beim Wasserlassen, Potenzstörungen, Blut im Urin und auch Rückenschmerzen können auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen. Jedoch gibt es keine typischen Symptome, die frühzeitig und eindeutig den Prostatakrebs anzeigen. Meist wächst der Tumor langsam. Daher ist es besonders wichtig schon ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig (1x jährlich) an ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.

Das einfache schmerzfreie Abtasten der Vorsteherdrüse mit dem Finger vom Mastdarm aus gibt eine erste Orientierung, ob Vergrößerungen, Verhärtungen oder Knoten vorhanden sind.

Zur Früherkennung stehen auch Laboruntersuchungen zur Verfügung:

  • Die Bestimmung des PSA-Wertes (Prostata spezifisches Antigen) ist ein prostataspezifischer Test, für den eine Blutprobe entnommen wird. Das PSA ist ein Eiweiß, das von den Zellen der Prostata gebildet wird und unter bestimmten Bedingungen vermehrt im Blut zu finden ist. Ein normaler PSA‐Wert schließt ein Prostatakarzinom nicht hundertprozentig aus, ein erhöhter PSA-Wert kann ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom aber auch auf eine Entzündung der Vorsteherdrüse sein. Dieser Test gibt sehr gute diagnostische Hinweise. Verdoppeln sich die PSA-Messwerte in den Laborkontrollen, so sollte ebenfalls eine weiterführende Diagnostik durchgeführt werden.
  • Die Bestimmung des „Prostata Health Index” als Marker zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms bei Gesamt-PSA-Werten zwischen 2 und 10 ng/ml.
  • Die Aktivität der sauren Prostataphosphatase erhöht sich beim Prostatakarzinom.
  • Die Bestimmung allgemeiner Entzündungsparameter wie CRP (C-reaktives Protein) und Leukozyten (weißes Blutbild).

Der normale PSA-Wert sollte unter 4 ng/ml liegen.

EMPFOHLENE LABORUNTERSUCHUNGEN

  • PSA
  • Prostata Health Index
  • Entzündungsparameter (C-reaktives Protein und kleines Blutbild)
  • saure Prostataphosphatase

Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gern.

Zurück

Nach oben