Anti Aging / gegen das Altern

VORSORGE SCHÜTZT!

Die Alterung ist ein komplexer Prozess des Körpers, an dem auch viele äußere Faktoren beteiligt sind. Aus medizinischer Sicht beginnt der Alterungsprozess etwa ab dem 35. Lebensjahr. Streng genommen aber altert der Mensch mit seiner Geburt.

Falten, Haarausfall, körperliche Gebrechen, wer will das schon?
Wir wünschen uns immer länger zu leben, doch alt aussehen möchte niemand. Gesund alt zu werden ist das Ziel. Geträumt haben die Menschen schon immer davon. Der biologische Prozess des Alterns ist inzwischen ziemlich genau geklärt und wir wissen, dass es der größte Risikofaktor für alle Erkrankungen ist.

Das soziale Umfeld und die persönlichen Lebensgewohnheiten beeinflussen die Lebenszeit. In Deutschland liegt das zu erwartende Lebensalter bei den Frauen bei 81 Jahren und bei den Männern bei 76 Jahren. Das heißt, die Lebenserwartung stieg in den vergangenen 40 Jahren um fast 10 Jahre an. Das maximal zu erreichende Lebensalter liegt heute weltweit bei etwa 120 Jahren.

Studien zeigten, dass die „Lebenserwartung” in 30 % bis 70 % genetisch (erblich) vorgegeben ist. Haben die Vorfahren ein hohes Alter erreicht und kommt es nicht zu Unfällen, so ist statistisch die Chance ein hohes Lebensalter zu erreichen, gross.

Aber warum ist die Lebenserwartung der Frauen höher?
Im Erbgut des weiblichen Geschlechtes befinden sich zwei X-Chromosomen, bei den Männern aber ein X- und ein Y-Chromosom. Da der Erbfaktor der Immunabwehr (biologisches Abwehrsystem im Körper) auf dem X-Chromosom liegt, kann die Frau das immunologische Potential der X-Chromosomen beider Elternteile nutzen, das heißt, sie ist weniger empfänglich für Krankheitserreger.

Die Anti-Aging-Medizin macht es sich zum Ziel, den Risikofaktor „Altern” besser zu verstehen und Möglichkeiten zu finden, das biologische Alter des Menschen hinauszuzögern und somit das Leben, bei einer möglichst hohen Lebensqualität zu verlängern.

Unter den Hundertjährigen findet man fast nur Menschen, die normalgewichtig sind, kein exzessives Leben geführt haben, die aber körperlich und geistig sehr aktiv waren.

Wunderpillen und Wundercremes sollen das Altern aufhalten. Sogenannte Antioxidantien (Schutzstoffe für unseren Körper wie z. B. Vitaminpräparate) machen aggressive Sauerstoffradikale (Stoffwechselprodukte, die Zellstrukturen und Eiweißmoleküle zerstören) unschädlich und schützen die Körperzellen vor der Vernichtung. Aber einen Beweis für den Nutzen all dieser Präparate gibt es bis heute nicht.

Es wird davon ausgegangen, dass mehrere Faktoren den körperlichen Alterungsprozess gleichzeitig beeinflussen, ihn beschleunigen oder verlangsamen können. So wirken sich unter anderem Übergewicht, Stress, regelmäßiger Alkoholkonsum, Nikotinabusus, Schlafmangel, Umweltverschmutzung (z. B. Abgase in der Stadt) und Lärm negativ aus.

Als Anti-Aging-Therapie werden verschiedene Maßnahmen empfohlen:

  • Vermeidung von Übergewicht durch eine ausgewogene Ernährung, d. h. Verzicht auf rotes Fleisch und tierische Fette, Zucker, Kaffee
  • Verzicht auf das Rauchen und auf übermäßigen Alkoholgenuss
  • ausreichend Bewegung
  • Vermeidung von Stress
  • keine zu langen Sonnenbäder

Bewegung steigert die Muskelfunktion. Somit kann der Sport die biologische Uhr verlangsamen.
Mit gesunder Ernährung kann die Haut deutlich jünger aussehen, da der Zellstoffwechsel stimuliert wird. Im Gegensatz dazu macht Fastfood schneller alt, was an dem hohen Gehalt an Phosphaten in der Nahrung liegt. Phosphate kommen zum Beispiel als Konservierungsmittel in der Nahrung und in Getränken vor. Steigt die Phosphatkonzentration im Blut, so kann es zu Erkrankungen wie Arterienverkalkung kommen. Auch essen die meisten Menschen zu viel Zucker, der den Körper belastet und so den Alterungsprozess vieler Zellen beschleunigt. Folgend verliert die Haut an Elastizität.

Hormone sind Botenstoffe unseres Körpers, deren Produktion im Alter abnimmt. Viele Funktionen unserer Körperzellen können nur durch Hormone gesteuert werden.

Eine wesentliche Ursache für den Alterungsprozess ist die verminderte Produktion der Geschlechtshormone (Östrogene bei den Frauen und Testosteron bei den Männern), ein normaler Vorgang sowohl bei Frauen den als auch bei Männern. Osteoporose, Demenz, Arthrose und sogar Krebserkrankungen werden als Folgen der verminderten Hormonproduktion angesehen. Besonders die Östrogene lassen die Produktion des „guten” Cholesterins ansteigen. Auch wirken sie auf die Epidermis (Oberhaut) stimulierend und schützend.

Das gilt auch für das Wachstumshormon, das HGH (Human Growth Hormon). Es beeinflusst den Fettabbau, die Hautregeneration, verbessert den Knochenstoffwechsel, baut die Muskelmasse auf, wirkt antidepressiv und beugt dem Diabetes mellitus vor.

Das Melatonin wird in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert und gehört zu den Anti-Aging-Hormonen. Es steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und gilt als Radikalfänger. Das Melatonin beeinflusst viele Organe und Hormonsysteme.

Aus dem Jungbrunnenhormon, dem DeHydroEpiAndrosteron (DHEA) und seinem Sulfatester (DHEA-S) welche Produkte der Nebennieren sind, werden die Geschlechtshormone der Frauen und Männern gebildet. Es gilt als das Anti-Aging-Hormon. Eine Wirkung entfaltet dieses Hormon auf indirektem Weg. Es steuert das Enzym Katalase, welches in allen Geweben des menschlichen Körpers vorkommt und als wichtiges antioxidatives Schutzsystem wirkt und somit den Körper vor freien Radikalen schützt. Mit steigendem Alter sinkt die Produktion dieses Hormons sehr stark.

Das IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) ist das wachstumsfördernde Eiweißhormon, das hauptsächlich in der Leber produziert wird und dem Muskelwachstum und Fettabbau dient. Es wird durch andere Hormone, durch die Nahrungsaufnahme, durch Sport und auch durch die Schlafqualität sowie durch Stressreduktion stimuliert.

Auch die Schilddrüsenhormone, wie das TSH (schilddrüsenstimulierendes Hormon) nehmen im Anti-Aging-Prozess eine wichtige Rolle ein. Sie regulieren den Zellstoffwechsel.

Die Spurenelemente Selen und Zink können den Alterungsprozess verlangsamen und vor zahlreichen Erkrankungen schützen. Selen schirmt die Zellen des Körpers vor Belastungen aller Art und vor Giften ab. Zink regt die Erneuerung von Hautzellen an, bewahrt ihre Spannkraft und beugt dem Haarausfall vor.

Das Homocystein ist ein Eiweißbaustein, der als Zwischenprodukt im menschlichen Stoffwechsel entsteht. Eine zu hohe Konzentration des Zellgiftes kann den Körper schädigen. Es muss wegen seiner giftigen Wirkung schnell gebunden werden (mit Hilfe von Vitamin B12) und wird dann größtenteils über die Nieren ausgeschieden. Ein zu hoher Homocysteinspiegel führt zu Gefäßverkalkungen und trägt dazu bei, dass im Gehirn der Zelluntergang beschleunigt wird. Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko an Alzheimer oder Demenz zu erkranken. Osteoporose, Augenerkrankungen, Herzinfarkt oder ein Schlaganfall kann ebenfalls als Folge auftreten.

Die Alterung der Haut, in Form von Falten, setzt schon mit dem 25. Lebensjahr ein. Die Fähigkeit der Haut Feuchtigkeit zu speichern nimmt ab und sie verliert ihre Elastizität. Vor allem ausgiebige Sonnenbestrahlung verstärkt diese Form des Alterns.

Lassen Sie Ihr individuelles Hormonprofil bestimmen. 

LABORUNTERSUCHUNGEN

  • Sexualhormone (Testosteron/ Östradiol)
  • TSH
  • HGH und IGF-1
  • Homocystein
  • Melatonin
  • DHEA-S
  • Selen
  • Zink
  • Vitamin B12
  • Phosphat

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich hinsichtlich der Diagnostik und der sich gegebenenfalls daraus resultierende Therapie beraten.

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