Änderung der Mutterschaftsrichtlinie im Hinblick auf die Dokumentation der Röteln-Immunität im Mutterpass

Röteln-Testung in den Mutterschaftsrichtlinien
Durch die Aktualisierung der Mutterschaftsrichtlinien ergeben sich folgende Änderungen für die Überprüfung der Immunität gegen Röteln:

  • Bei einer sicher dokumentierten zweimaligen Röteln-Impfung kann auf die Testung des Röteln-Antikörpertiter verzichtet werden.
  • Die Testung der Röteln-Antikörper darf mit jedem zugelassenen Röteln-Antikörpertest durchgeführt werden. Der Röteln-HAH-Test (Hämagglutinationshemmtest) ist nicht mehr obligatorisch.

Angeregt wurden diese Änderungen durch den Fachausschuss „Virusinfektionen und Schwangerschaft” in der Deutschen Vereinigung für Virologie e. V. (DVV), da die Vorgaben der Mutterschaftsrichtlinien nicht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprachen. Die Änderungen betreffen die Umsetzung der Schutzimpfungsrichtlinie bezüglich der Testung auf Röteln-Antikörper und Erfassung der Immunitätslage.

Seit Mitte Oktober 2011 wird der Röteln-HAH-Test bei uns nicht mehr durchgeführt. Stattdessen erfolgt die Bestimmung von Röteln-IgG und -IgM.

Untersuchungsmaterial
1 ml Serum                                       

Referenzbereich

Rötelnvirus-Antikörper, IgG < 5 IU/ml negativ, keine Immunität
5-9 IU/ml fraglich, Immunität fraglich
≥ 10 IU/ml positiv, Immunität anzunehmen
Rötelnvirus-Antikörper, IgM-Index < 1,20 Indexnicht reaktiv
1,20-1,59 Indexgrenzwertig
≥ 1,60 Indexreaktiv



Literatur und
Quelle

Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung („Mutterschafts-Richtlinien”), 19. August 2011.

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