Medikamenten-Spiegel (Antiepileptikum: Trileptal®)


Oxcarbazepin (Trileptal®, Novartis Pharma GmbH) das Ketoderivat von Carbamazepin, und sein aktiver Metabolit (10-OH-Oxcarbazepin auch MHD) besitzen ausgeprägte antiepileptische Eigenschaften. Trileptal eignet sich sowohl zur Monotherapie als auch zur Kombinationsbehandlung mit anderen Antikonvulsiva. Seine Wirksamkeit wurde bei generalisierten tonischen und tonisch/klonischen Krämpfen mit und ohne sekundärer Generalisation nachgewiesen.

Der Wirkungsmechanismus von Oxcarbazepin und seines Hauptmetaboliten ist nur teilweise aufgeklärt worden. Es wird jedoch angenommen, dass beide Substanzen (ähnlich dem strukturell verwandten Carbamazepin und dessen aktiven Metaboliten Carbamazepin-Epoxid) übererregte neurale Membranen stabilisieren, neurale Entladungen hemmen und die Ausbreitung synaptischer Impulse vermindern.

Pharmakokinetik 
Oxcarbazepin wird nach oraler Verabreichung sehr rasch und nahezu vollständig (95 %) absorbiert. Unmittelbar nach der Absorption erfolgt die Reduktion zum 10-Monohydroxyderivat, dem aktiven Hauptmetaboliten. Dieser Metabolit ist beim Menschen die pharmakologisch wirksame Komponente.
Die Elimination des Oxcarbazepins und des 10-Hydroxyderivats erfolgen zu über 95 % über die Niere. Nur ein geringer Teil des 10-Hydroxy-Oxcarbazepins wird zum inaktiven Metaboliten (Dihydroxy-Carbamazepin) umgesetzt.

Untersuchungsmaterial
1 ml Serum (Haltbarkeit der Proben: bei  2 bis 8 °C eine Woche, tiefgefroren aufbewahren)

Therapeutischer Bereich
Dosisanpassung in Abhängigkeit von Wirksamkeit und Verträglichkeit des Medikaments erforderlich.

Richtwerte
Oxcarbazepin: < 3,0 µg/ml  
10-OH-Oxcarbazepin: 5-30 µg/ml

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