Medikamenten-Spiegel (Antiepileptikum: Topamax®)

Topamax  (Wirkstoff: Topiramat®, JANSSEN-CILAG GmbH) Topamax wird in Filmtabletten zu 25 mg, 50 mg, 100 mg oder 200 mg angeboten.

Anwendung
Als Zusatztherapie bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren mit

  1. lokalen epileptischen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung.
  2. primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen und
  3. epileptischen Anfällen bei Lennox-Gastraut-Syndrom, wenn sie bei Standardbehandlung, bestehend aus einem oder mehreren Antiepileptika, nicht anfallsfrei waren.

Pharmakologische Eigenschaften
Topiramat ist eine neue antiepileptische Substanz, deren therapeutische Wirkung vor allem auf drei Eigenschaften beruht:

  1. Topiramat reduziert die Frequenz des Auftretens von Aktionspotentialen nach der Depolarisation von Neuronen. Dies weist auf eine zustandsabhängige Blockade der spannungsabhängigen Na-Kanäle hin.
  2. Topiramat antagonisiert schwach die exzitatorische Wirkung von Glutamat an bestimmten Subtypen (Kainat/AMPA) des Glutamat-Rezeptors.
  3. Topiramat erhöht deutlich die GABA-Aktivität  (GABA = Gammaaminobuttersäure) an bestimmten GABA-Rezeptoren.

Gegenanzeigen

  1. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff.
  2. Bei Kindern unter 2 Jahren sollte Topamax nicht angewendet werden, da für diese Altersgruppe noch keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen.
  3. In der Schwangerschaft dürfen Topamax Filmtabletten nur angewendet werden, wenn keine Therapiealternativen zur Verfügung stehen und der mögliche Nutzen das mögliche Risiko überwiegt.

Insbesondere bei prädisponierten Patienten kann das Risiko für Nephrolithiasis erhöht sein.
Topiramat wird schnell absorbiert und nach ca. 2 Stunden werden Spitzenplasmaspiegel erreicht.

Untersuchungsmaterial
1 ml Serum

Therapeutischer Bereich
Dosisanpassung in Abhängigkeit von Wirksamkeit und Verträglichkeit des Medikaments erforderlich.

Richtwerte 
Topiramat: 2-5 µg/ml

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