M2-PK im Blut als Tumormarker für Nierenzellkarzinome, Seminome und andere Hodentumore

Allgemeines und Pathogenese
Bei der anaeroben Glykolyse erfordert der Schritt vom Phosphoenolpyruvat zum Pyruvat eine aktive, tetramere Form der Pyruvatkinase. In Tumorzellen verändert sich die tetramere Form der Pyruvatphosphorylierung in eine mono- oder dimere Form mit niedriger Affinität gegenüber Phosphoenolpyruvat. Dieses Isoenzym Tumor M2 der Pyruvatkinase (M2-PK) kann in Gewebsflüssigkeiten gemessen werden und kann nach verschiedenen Studien als Tumormarker Verwendung finden.

Diagnostik
Die M2-PK stellt in der klinisch-chemischen Diagnostik eine sinnvolle Ergänzung bei Verdacht auf Nierenzellkarzinom, Kolon-, Magenkarzinom, Seminom und anderen Hodentumoren dar. Die M2-PK kann ferner zur Therapiekontrolle, Früherkennung einer Metastasierung und/oder eines Rezidivs eingesetzt werden. Hierbei liegt eine hochspezifische Korrelation zwischen der Tumor-M2-PK-Konzentration und der Malignität der Tumoren vor. Je nach Stadieneinteilung (Robson-Stadium) wird eine Spezifität > 90 % und eine Sensivität 35 bis 100 % ermittelt. Neben dem Einsatzgebiet in der Urologie belegen Studien auch die Eignung als Tumormarker beim Lungenkarzinom unabhängig vom histologischen Typus, wobei auch hier die Plasmakonzentration mit dem Tumorstadium eng korreliert. Auch beim Pankreaskarzinom erwies sich die M2-PK gegenüber anderen Tumormarkern als gleichwertig oder sogar überlegen.

Untersuchungsmaterial
nur EDTA-Plasma

Die Blutprobe muss unbedingt noch am gleichen Tag zentrifugiert werden.
Danach ist sie 12 Stunden bei Raumtemperatur oder 2 Tage bei 4 ºC haltbar.
Bei  -20 °C beträgt die Haltbarkeit 1 Jahr.

Referenzbereich
Ergebnis: Die Referenzkonzentration ist < 15 U/ml

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