Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes mellitus

Empfehlung
Die Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie des Gestationsdiabetes mellitus wurde von der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) grundlegend überarbeitet. Im August 2011 wurden diese in Form der evidenzbasierten S3-Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes mellitus (GDM) veröffentlicht1).

Diagnostik
Die neue Leitlinie fasst den Begriff „Gestationsdiabetes” enger und nimmt den aus der bisherigen Definition den Diabetes mellitus Typ 1, Typ 2  und den sekundären Diabetes heraus.

Der orale Glukose-Toleranz-Test (oGTT) mit 75 g Glukose, wird bei Vorliegen von Risikofaktoren bereits im ersten Trimenon sofort nach Feststellung einer Schwangerschaft, durch die Bestimmung einer Gelegenheits- oder Nüchternglukose vor der 24. Schwangerschaftswoche abgelöst.

Schwangeren Patientinnen ohne vorher bekannten Diabetes wird für die Zeit in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche empfohlen, mit einem standardisierten 75-g-oGTT das Vorliegen eines GDM zu untersuchen.

Untersuchungsmaterial
Dabei darf nur venöses Blut (NaF/Citrat-Plasma) benutzt werden.


Quelle
Externer Link: 1)Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie u. Nachsorge der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) des Gestationsdiabetes mellitus (GDM). (10/2011), Abbildung GDM-Leitlinie 1, Seite 85.

Das Flussdiagramm zur Diagnostik der Hyperglykämie in der Schwangerschaft verdeutlicht das Procedere des diagnostischen Prozesses.

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