Fortbildungen

Worin die Nerven "baden": Liquordiagnostik

Der Liquor cerebrospinalis ist eine klare Flüssigkeit, die das Zentralnervensystem (ZNS) umgibt, wodurch dieses hydrostatisch geschützt wird. Sein Volumen beträgt etwa 140 ml und taggleich werden etwa 500 ml neu gebildet.

Eine Besonderheit stellt die Blut-Liquor-Schrankenfunktion dar. Hierdurch wird der Austausch von Molekülen und Zellen zwischen dem Blut und dem Liquor eingeschränkt.
Eine Störung dieser Schrankenfunktion erlaubt Rückschlüsse auf entzündliche, degenerative und neoplastische Prozesse im Gehirn.
 
Die Liquordiagnostik stellt besondere Anforderungen an das klinisch-chemische Labor, zumal nur relativ wenig Material zur Verfügung steht. Sie umfasst die visuelle Beurteilung des Liquors, die Zellzählung bzw. –differenzierung und die Bestimmung klinisch-chemischer Parameter sowie gegebenenfalls serologische und mikrobiologische Untersuchungen.

Die Beurteilung der Schrankenfunktionsstörung erfolgt mit dem Quotientendiagramm nach Reiber, das von Mitarbeitern seiner ehemaligen Arbeitsgruppe anhand von Fallbeispielen erläutert wird.

Programm und Anmeldung

Agenda

15:30 - 15:45 Uhr Begrüßung

15:45 - 16.45 Uhr Liquor-Analytik: eine Herausforderung für das Labor?
Referent: Peter Lange
Leitender MTA
Klinik für Neurologie
Neurochemisches Labor, Universitätsmedizin Göttingen

16:45 - 17:00 Uhr Pause

17:00 - 17.45 Uhr Liquor Befundberichte: eine Herausforderung für den Arzt?
Referent: PD Dr. Dr. Manfred Uhr
Leiter des klinischen Labors
Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München

17.45 - 18.30 Uhr Vorstellung von Fallbeispielen durch beide Referenten und
Diskussion mit den Teilnehmern

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsort: Seminarraum, MDI Laboratorien GmbH - MVZ, Sonnenburger Str. 70, 10437 Berlin
Veranstaltungsdatum: Mittwoch, 24.10.2018
Zeit: 15.30 bis 18.30 Uhr
Teilnahmegebühr: 15 € pro Teilnehmer
Zertifizierung: Fortbildungspunkte sind bei der Ärztekammer Berlin beantragt.