Aktuelles aus dem Labor

Neuregelung der Richtlinie zur Zervixkarzinomfrüherkennung

Nationales Früherkennungsprogramm nimmt den HPV-Nachweis als Routinediagnostik auf und ändert die Screeningintervalle


Gesetzlicher Hintergrund
Im Rahmen der Weiterentwicklung der organisierten Krebsfrüherkennungsprogramme hat der Gemein-s ame Bundesausschuss (G-BA) im November 2018 ein aktualisiertes organisiertes Programm zur Früher-kennung von Gebärmutterhalskrebs beschlossen. Die Verabschiedung des organisierten Programms zur Zervixkarzinomfrüherkennung ist Teil der Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes von 2013, in dem der Gesetzgeber zentrale Empfehlungen des Nationalen Krebsplans zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung aufgreift. Mit dem Start des Früherkennungsprogramms ergeben sich ab dem 01.01.2020 zwei wesentliche Änderungen gegenüber den bisherigen Früherkennungsleistungen.

Änderung der Zervixkarzinomfrüherkennung

Das ist neu:

  • Organisiertes Programm mit Einladungsschreiben für 20–65-Jährige
  • Ab 35 Jahren erfolgt alle 3 Jahre eine Ko-Testung (Zytologie + HPV-Test)
  • Abklärungsalgorithmus
  • HPV-Test bei 30–34-Jährigen mit Befund Pap II-p/g oder Pap IIID1
  • HPV-Tests müssen definierten Qualitätskriterien entsprechen
  • Zulassungskriterien für die Abklärungskolposkopie
  • Untersuchungen sind elektronisch zu dokumentieren

Das bleibt gleich:

  • Jährliche klinische Untersuchung ab 20 Jahren ohne Altersbeschränkung
  • Jährliche Zytologie bei 20 bis 34-Jährigen


Das Wichtigste auf einen Blick
Ab dem 01.01.2020 haben alle Frauen ab dem 20. Lebensjahr Anspruch, am organisierten  Krebsfrüherkennungsprogramm für Zervixkarzinom teilzunehmen. Neben der Änderung der  Screeningintervalle wird eine weitere Leistung, der Nachweis auf humane Papillomviren, Teil der Vorsorgeleistung. .. weiterlesen