Schwangerschaftsvorsorge: Gestationsdiabetes

Gestationsdiabetes - was ist das?
Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine Form der Zuckerkrankheit, die während der Schwangerschaft entsteht und unmittelbar nach der Geburt meist wieder verschwindet. Bei etwa 4 % aller beschwerde- und symptomfreien Schwangeren lässt sich mit geeigneten Methoden ein Gestationsdiabetes (erhöhter Blutzuckerspiegel) nachweisen.

Der Gestationsdiabetes verläuft asymptomatisch. Er wird deshalb häufig erst durch Suchtests gefunden. Werden diese Tests nicht durchgeführt, so wird die Erkrankung meist erst durch deren Folgeerscheinungen auffällig.

Welche Störungen können durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel hervorgerufen werden?
Durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel können sich beim Kind vermehrt Störungen ergeben, z. B. ein krankhaft übermäßiges Wachstum, erhöhte Infektanfälligkeit, häufigere Blutzuckerentgleisungen und verstärkte Neugeborenengelbsucht. In ausgeprägten Fällen kann es sogar zum Absterben des Kindes im Mutterleib kommen.

Wie kann ein Gestationsdiabetes festgestellt werden?
Ein Gestationsdiabetes wird durch einen so genannten Zuckerbelastungstest festgestellt oder ausgeschlossen. Dieser Test heißt nur medizinisch so, ist für Sie selbst und für Ihr ungeborenes Kind jedoch in keiner Weise belastend.

Durch das Trinken einer exakt bemessenen Zuckerlösung und durch Messung von drei Blutproben im Abstand von je einer Stunde wird die Gesundheit Ihres Stoffwechsels überprüft.

Empfehlung

Die Durchführung eines Zuckerbelastungstests wird in der Regel zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche empfohlen.

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