Schwangerschaftsvorsorge: First-Trimester-Screening

Bereits vor der Geburt ihres Kindes wünschen viele Eltern von ihrem Arzt zusätzlich eine sichere Auskunft zu erhalten, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist.

Moderne Diagnostik

Mit modernen diagnostischen Verfahren, die nicht zu den Routineuntersuchungen in der Schwangerenvorsorge gehören, wie zum Beispiel der Fruchtwasserpunktion, weiterführenden Ultraschall-Organuntersuchungen mit besonders hochauflösenden Geräten oder Laboruntersuchungen wie dem First-Trimester-Screening, kann das Risiko möglicher Fehlbildungen des Kindes abgeschätzt werden.

Risikoberechnung und frühzeitige Erkennung

Mit zunehmendem Alter der Eltern steigt das Risiko für Chromosomenstörungen, die beispielsweise zum Down-Syndrom (Trisomie 21, früher als Mongolismus bezeichnet) führen können.

Das Risiko bei einer 35jährigen Frau beträgt statistisch gesehen 1:348.

First-Trimester-Screening - was ist das?
Das First-Trimester-Screening ist eine spezielle Untersuchung im ersten Drittel der Schwangerschaft und wird zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche (SSW 11 + 0 Tage bis SSW 13 + 6 Tage) durchgeführt. In das Ergebnis der Untersuchung geht die Kombination von verschiedenen Messwerten ein:
- Messwerte einer Ultraschalluntersuchung
- Messwerte einer Blutuntersuchung

Bei der Ultraschalluntersuchung wird bei dem ungeborenen Kind ein Bereich des Nackens gemessen, die sogenannte Nackentransparenz (NT) sowie die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) (Gestationsalter). Im Blut der Schwangeren werden die Konzentrationen zweier Substanzen, das PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A) und das freie Beta-hCG (Human Chorionic Gonadotropin), gemessen. PAPP-A und Beta-hCG sind Eiweißsubstanzen, die in einer bestimmten Menge üblicherweise nur während einer Schwangerschaft vorhanden sind.

Die Messdaten der Ultraschalluntersuchung und die aus dem Blut werden zusammen mit dem Alter der Schwangeren sowie anderen klinischen Angaben wie z. B. dem Körpergewicht mit einem speziellen Computerprogramm ausgewertet.

Mit diesem Programm wird für die untersuchte Schwangere ermittelt, wie groß das individuelle Risiko ist, dass bei dem ungeborenen Kind eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) besteht. Aber auch bei anderen Fehlbildungen des Kindes kann der Test wertvolle Informationen geben.

Für die Risikoabschätzung im ersten Trimester (11. bis 14. Schwangerschaftswoche) sind allerhöchste Qualitätsansprüche einzuhalten. Die Untersuchungen unterliegen regelmäßigen, nationalen und internationalen Qualitätskontrollen und dürfen nur von speziell ausgebildeten und zertifizierten Gynäkologen und Laboren durchgeführt werden.

EMPFOHLENE LABORUNTERSUCHUNGEN

First-Trimester-Screening
zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche (11 + 0 bis 13 + 6)

  • freies Beta-hCG
  • PAPP-A

Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gern.

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