Aktuelles aus dem Labor

Präeklampsie - Risikobeurteilung in der Schwangerschaft

Seit kurzem stehen Ihnen für die Diagnose der akuten oder unmittelbar drohenden Präeklampsie die Biomarker sFlt-1 und PlGF aus mütterlichem Serum zur Verfügung.
Dazu werden die beiden Einzelfaktoren sFlt-1 (soluble Fms-like Tyrosinkinase) und PlGF (Placenta like Growth Factor) bestimmt und nachfolgend der Quotient aus beiden Werten berechnet. Ist das Verhältnis von sFlt-1 zu PlGF über dem Grenzwert sFlt-1/PlGF-Quotient (≥ 85, SSW 20 bis 33+6) spricht das für ein hohes Risiko einer akuten oder unmittelbar drohenden Präeklampsie. Ein erhöhter sFlt-1/PlGF-Quotient geht dem klinischen Auftreten einer Präeklampsie bis zu 4 Wochen voraus.

Der sFlT-1/PlGF-Quotient ist nicht nur für ein Präeklampsiescreening evaluiert, sondern er sollte bei Schwangeren mit Zeichen und Symptomen einer Präeklampsie bzw. bei Schwangeren mit einem erhöhten Präeklampsierisiko als weiteres diagnostisches Kriterium eingesetzt werden.

Präanalytik:
Die Parameter sFlt-1/PlGF werden im Labor von Montag bis Freitag gemessen. Benötigt wird 1 ml Serum. Die Serumprobe kann ungekühlt zu uns eingesandt werden.

Abrechnung:

Bei Verdacht auf Präeklampsie werden derzeit die Parameter als Kassenleistung (Muster 10 Schein) von uns abgerechnet.
Die Kosten für Privatpatienten betragen 43,72 € x 2 = 87,44 €.

Weiterführende Informationen

Aktuelle Fachinformationen zu Präeklampsie:

Laboraktuell: Präeklampsie - Risikobeurteilung in der Schwangerschaft mit dem sFlt-1/PlGF-Quotienten
Laborpfade: Präeklampsie und angiogene Marker, Leitfaden für die Praxis

sFlt-1/PlGF-Quotient - Biomarker zur Diagnose und Prognose der Präeklampsie

Informationsbroschüre für Schwangere mit einem erhöhten Präeklampsierisiko:
Patienteninformation Präeklampsie - Früherkennung kann Komplikationen verhindern